Schnell-Info: Weitgehende Eigenversorgung mittels Küchengarten

Selbstversorgergarten

Lieber Gartenfreund!
Ich will dieses Kompostfarm-Portal dazu nutzen, um hier meine Info-Videos vom youtube-Kanal so zu ordnen, dass du eine monatliche Anleitung aller Arbeiten im Nutzgarten vorfindest. Da ich mich viel mit dem Thema Gartenbau beschäftige (siehe auch www.derkleinegarten.de), habe ich seit 2012 begonnen einen kleinen Selbstversorgungs-Mustergarten ** angelegt.
Eigenversorgung durch den eigenen Garten bringt immer etwas, auch wenn man nur ein paar Obstgehölze im Garten stehen hat und wenn man wenige Beete mit Kartoffeln, Bohnen, Salat, Möhren und Zwiebeln unterhält. Noch effektiver, als Gemüseanbau im Freiland ist der Anbau im Gartengewächshaus. Das passt auch in den kleinsten Reihenhausgarten. Hier kannst du die wichtigsten Küchenkräuter anbauen, sowie Frühgemüse, Gurken und Tomaten. Prinzipiell empfehle ich bei der Selbstversorgerwirtschaft immer klein anzufangen, dafür aber effektiv zu wirtschaften.

10x10m² Selbstversorgergarten genügen für’s Erste:

Man kann in einem verhältnismäßig kleinen Garten wirklich viel und vor allem gutes Gemüse ziehen. Das gelingt, wenn der Boden gut bearbeitet, die Aussaaten und Pflanzungen sachgemäß und zur rechten Zeit ausgeführt werden und das Gartenland durch Vorkultur, Nachkultur und Zwischenkultur [und Mischkultur] rationell genutzt wird. Denn wir können auf diese Art die einzelnen Gemüse besser pflegen und das Unkraut zur rechten Zeit mit wenig Aufwand eindämmen. Zur Düngung und Bodenverbesserung sollten Gartenabfälle und Laub zu Kompost verarbeitet werden. Die Kompostmiete wird im Mai mit Speisekürbis und Zucchini bepflanzt, welche den Platz über den Sommer unkrautfrei halten und interessante Gemüse für mediterrane Kochrezepte liefern.

Aktuelle Video-Notizen zur Thematik 10 x 10m² Gemüsegarten:

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Fachliche Infos zur Nutzgartenanlage auch unter: Nutzgarten und Selbstversorgung


Wie gesagt, um Selbstversorger zu werden ist es nicht immer clever, einen alten Dreiseiten-Hof zu kaufen und extensive Gartenflächen zu kultivieren. Schnell hat man sich mit den anstehenden Arbeiten verzettelt und seine Kräfte überschätzt. Außerdem gehört zur Selbstversorgerwirtschaft und zum selbstbestimmten Leben auch das unabhängige Wohnen, und das heißt möglichst unabhängig von Krediten zu sein. Alte sanierungsbedürftige Immobilen sind ein Fass ohne Boden. Besser ist es, klein anzufangen.
Allerdings ist es eine Alternative, Wohnraum mit dazugehörigem Garten günstig auf dem Lande zu mieten.

Ein völlig autarkes Leben kann letztlich aber nicht das Ziel des „Selbstversorgers“ sein – es ist Unfug zu glauben, man könne allein auf irgendeiner Insel der Seligen leben. Dagegen ist die Idee der weitgehenden Eigenversorgung innerhalb einer Region schon realistischer. Der Schlüssel dafür ist die regional ausgerichtete Subsistenzwirtschaft in Kombination mit Tauschwirtschaft (Tasuschringe) und mit den sogenannten regionalen Währungen (Freigeld), bzw. überregionalen Komplementärwährung. Momentan gibt es um die 30 funktionierende Regio-Währungen innerhalb der Schweiz/Deutschland/Österreich.

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Der Gartenkalender ist aus der Praxis heraus entstanden und kein literarisches Kunstprodukt.
Der Wert des Büchleins ergibt sich aus dessen praktischer Nutzung und in der eigenen Weiterentwicklung der vorliegenden Aufzeichnungen. Deshalb sind freie Blätter eingefügt, auf denen du dir selber Notizen machen kannst. Das ist hilfreich, weil du so in den kommenden Jahren genaue Zeiten von Aussaat und Ernte bzw. Besonderheiten im Gartenjahr nachlesen und gewisse Termine eventuell korrigieren kannst.
Wer erfolgreich Gemüse anbauen will, der benötigt seine eigenen, sehr speziellen Termine für Kultur und Ernte, die abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und von den verwendeten Sorten sind. Es ist deshalb zweckmäßig, die verwendeten Gemüsesorten genau zu notieren und, wenn nötig, auch die Bezugsquellen für die Samen.
Kurze Anmerkungen zum Wetter sind ebenfalls wichtig.

** Heutzutage wird der Begriff „Selbstversorgergarten“ verschieden verwendet. Die einen sehen ihn im Zusammenhang mit einer komplett autarken Eigenversorgung. Die anderen (und auch der Autor) betrachten ihn als den früher üblichen Küchengarten, in dem alle leicht anzubauenden Gartenkulturen der Küche zur Verfügung standen, meist verknüpft mit der nützlichen Haltung von Kaninchen und Federvieh. Auch heute kann fast jeder, der die Arbeit nicht scheut, einen kleinen Küchengarten bewirtschaften, wenn nicht direkt am Haus, so doch mindestens in einer nahen Kleingartensparte.
Für Anfänger ist am Ende des Kalenders ein konkreter Anbauplan angehängt, der wie eine Checkliste abgearbeitet werden kann.