Projekt Kompostfarm – wozu? Ist Kompost ein Dünger?

KartoffelernteDieses Kompostfarm-Internetprojekt, publiziert vom Webmaster des Gartenportales www.derkleinegarten.de, gibt zahlreiche Anregungen für die Unterhaltung autarker Selbstversorgergärten, aber auch Aufklärung zu allgemeinen Denkbarrieren und Irrtümern im Gartenbau und im Alltagsleben überhaupt.

Beispiel: Jeglicher Gartenbau kommt nicht ohne humusreiche, nährstoffreiche Böden aus. Wer autark seinen Nutzgarten nur mit Kompost-Naturdünger versorgt, der wird sich wundern, das Jahr für Jahr die Erträge in seinem Gärtchen ärmlicher und die Kulturpflanzen kränklicher werden.
Kompost ist heute ein guter Humusdünger, aber kein guter Nährstoffdünger mehr.

Zu Großmutters Zeiten wurde der Kompost noch mit Jauche, Hühner- oder Kaninchenmist aufgepeppt und war dadurch ein hervorragender Universaldünger.
KaninchenställeDer reine Humusdünger, wie auch die heute viel verwendete Terra-Preta-Erde, schließt vordergründig die vorhandenen Pflanzennährstoffe besser auf und speichert sie, doch beide Bodendünger bringen relativ wenig Pflanzennährstoffe mit.
Jede Kulturpflanzen benötigt einen ausgewogenen Bedarf an Stickstoff, Phosphor, Kali und Spurenelementen, der früher dem Boden durch Stalldung (daher der Begriff Dünger) zugeführt wurde und später durch Kunstdünger ersetzt wurde.

Wollen wir heute auf Kunstdünger verzichten, müssen wir, ob wir wollen oder nicht, wieder auf den Dung zurückgreifen, der etwa durch die Kleintierhaltung anfällt.

Leider ist die Kleintierhaltung heute um vieles unpopulärer, als die Haustierhaltung und bei vielen Menschen beobachtet man eine heilige Furcht, vor der Zucht nutzbringender Hühner, Kaninchen oder Karpfen – seltsam – was? Dabei kostet das Eine regelmäßig Geld und das Andere bringt oder spart Geld.
Der Mainstream hat hier Denkbarrieren geschaffen, die es Wert sind, aufgelöst zu werden.